Auslobung

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International offener Kunstwettbewerb
“Was ist draußen?”
für ortsbezogene künstlerische Arbeiten im Bereich der Berliner U-Bahnstationen auf der Linie U5 zwischen Tierpark und Hönow.

 

Ziel

Die Auslobung des international offenen Kunstwettbewerbs „Was ist draußen?“ im Rahmen des langjährigen nGbK-Projekts „Kunst im Untergrund“ hat zum Ziel, ortsbezogene künstlerische Arbeiten im Bereich von U-Bahnstationen der Linie U5 und deren Umfeld zu realisieren. Dabei sollen Fragen zu sozialer Stadtentwicklung, zu gesamtstädtischen Zusammenhängen und Themen zur Fragestellung „Was ist draußen?“ behandelt werden.

Situation

Berlin ist Magnet für Menschen und Investitionen. Die Bevölkerung nimmt zu, Immobilienwerte steigen, Verdrängung setzt ein. Mieterhöhungen, Veränderungen des sozialen Umfelds durch Tourismus oder Zwangsumsiedlungen drängen mehr und mehr Berliner_innen nach „draußen“ an die Peripherie der Stadt bzw. der Gesellschaft. Proteste gegen diese Gentrifizierung und die Forderungen für einen neuen sozialen Wohnungsbau bestimmen die öffentliche Wahrnehmung.

Orte

Die U-Bahnlinie U5 führt oberirdisch vom brandenburgischen Stadtrand in Hönow durch die zwischen 1977 und 1990 errichteten Plattenbausiedlungen in Hellersdorf und entlang des künftigen Standorts der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) in Wuhletal durch das Einfamilienhausgebiet Biesdorf. Die Plattenbausiedlungen gehören lokalen Genossenschaften sowie national und global agierenden Immobiliengesellschaften.

Weiter führt sie unterirdisch durch das von Aufwertungs- und Verdrängungsprozessen betroffene Lichtenberg und Friedrichshain, die Karl-Marx-Allee entlang bis zum östlichen Stadtzentrum Alexanderplatz. Bald soll die Strecke – mit den Stationen der sogenannten „Kanzler-U-Bahn“ – von Unter den Linden weiter bis zum politischen Zentrum der Berliner Republik zu den Stationen Bundestag und Hauptbahnhof führen.

Gesuchte künstlerische Arbeiten

Die künstlerischen Arbeiten sollen eine U-Bahnstation zwischen Tierpark und Hönow zum Ausgangpunkt nehmen, dort präsentiert werden und sich darüber hinaus auf das Umfeld beziehen. Bevorzugt werden die Stationen Hellersdorf, Cottbusser Platz, Neue Grottkauer Straße und Kaulsdorf-Nord.

Die Arbeiten sollen ortsbezogen gestaltet werden und sich künstlerisch und kommunikativ mit Fragen der sozialen Stadtentwicklung, mit gesamtstädtischen Zusammenhängen und Themen zur Fragestellung „Was ist draußen?“ auseinandersetzen. Gesucht werden sowohl installativ für sich stehende als auch interventionistische und partizipatorische Arbeiten, in denen einzelne Künstler_innen und/oder Gruppen kurz- oder auch langfristig vor Ort sind, auf spezifische Momente reagieren und Beziehungen zu lokalen Orten und Menschen aufbauen.

Projektzentrale und AG „Kunst im Untergrund“

Die für die Begleitung aller künstlerischen Arbeiten zuständige AG „Kunst im Untergrund“ der nGbK wird eine Projektzentrale in direkter Umgebung der U-Bahnstation Kaulsdorf-Nord in Hellersdorf einrichten. Alle Wettbewerbseinreichungen sollen hier ausgestellt werden. Diese „Station“ soll den ausgewählten Künstler_innen nach Absprache zudem als Büro, Aufenthalts- und Produktionsstätte zur Verfügung stehen. Die AG plant, mit einem Begleitprogramm und verschiedenen Präsentationsformaten in der „Station“ die ausgewählten künstlerischen Arbeiten zu kontextualisieren und den Nachbarn und Nachbarinnen, Kiezbewohner_innen und dem Berliner Kunstpublikum zu vermitteln.

Rückfragen

Rückfragen können ausschließlich schriftlich bis zum 15.06.2014 per Email gestellt werden unter: draussen@ngbk.de

Vor-Ort-Termin

Info-/ Vor-Ort-Termin in Kaulsdorf-Nord, am 01.06.2014 um 15:00 Uhr vor der Projektzentrale, Cecilienplatz 5, 12619 Berlin

Abgabe der Arbeiten

Die Entwürfe können
- persönlich abgegeben werden: am 27.06.2014 zwischen 13 und 16 Uhr in der Projektzentrale, Cecilienplatz 5, 12619 Berlin
- per Email gesendet werden an: ausschreibungen@ngbk.de (pdfs Formblatt und Entwurfsidee getrennt!)
- per Post gesendet werden an: nGbK, Stichwort „Kunst im Untergrund“, Oranienstraße 25, 10999 Berlin. Die Sendung muss zoll-, porto- und zustellungsfrei für den Empfänger gesendet werden. Als letzter möglicher Eingangstag gilt der 27.06.2014, d.h. gültig ist der Eingang, nicht der Poststempel!

Auslobung

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Ausloberin
neue Gesellschaft für bildende Kunst e.V.
Berlin, April 2014

 

Anlage 1: Formblatt / Verfassererklärung

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Checkliste
Bitte überprüfen Sie, daß Sie folgende Unterlagen einreichen:
- Entwurf / Konzept
- Erläuterungsbericht: (max. zwei DIN A 4-Seiten)
- Kostenzusammenstellung
- Zeitplan
- relevantes Dokumentationsmaterial
- Verfassererklärung/Formblatt (siehe Anlage 1 “Formblatt_Verfassererklärung.pdf” )
- Verzeichnis der eingereichten Unterlagen.

 

Weitere Anlagen unter Recherche

Ein Rückfragenprotokoll unter >FAQ

 

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